Der Mosenberg bei Manderscheid ist einer der beeindruckendsten und am besten erhaltenen Vulkanberge der Eifel. Er ist kein einzelner Krater, sondern eine ganze Vulkangruppe, die als klassisches Beispiel für den Vulkanismus in der Region gilt.
Hier ist das Besondere an diesem Gipfel:
1. Die Mosenberg-Reihenvulkangruppe
Der Mosenberg besteht aus insgesamt fünf Kratern, die auf einer von Nord nach Süd verlaufenden Linie liegen. Diese Anordnung ist typisch für Gesteinsspalten, aus denen früher das Magma emporstieg.
Der Gipfel: Er ragt etwa 517 Meter über den Meeresspiegel hinaus und bietet eine weite Rundumsicht über die Eifelhöhen bis hin zum Hunsrück.
Der Windsborn-Kratersee: Das absolute Highlight ist der Windsborn-Krater. Er ist der einzige echte Kratersee nördlich der Alpen, der permanent mit Wasser gefüllt ist, aber im Gegensatz zu den Maaren kein Grundwasser- sondern ein reiner Regenwassersee ist. Er liegt in einem tiefen, bewaldeten Kessel direkt auf dem Berg.
2. Das Hinkelsmaar
Direkt neben dem wassergefüllten Windsborn-Krater liegt ein zweiter Krater, das sogenannte Hinkelsmaar. Dieses ist jedoch verlandet und bildet heute ein wertvolles Flachmoor mit einer ganz speziellen Pflanzenwelt (z. B. Wollgras).
3. Der Vulkanerlebnispark
Der Mosenberg ist Teil des UNESCO Global Geoparks Vulkaneifel. Auf dem Berg gibt es:
Eindrucksvolle Schlackenkegel: Man kann die rötliche vulkanische Asche und Schlacke an vielen Stellen direkt am Wegesrand sehen.
Den "Horngraben": Ein markanter Einschnitt im Gelände, der durch den Ausbruch und das Abfließen von Lava entstanden ist.
4. Verbindung zu den Manderscheider Burgen
Vom Mosenberg aus führt ein wunderschöner Wanderweg (Teil des Eifelsteigs) hinunter in das Tal der Lieser direkt zu den berühmten Manderscheider Burgen (Ober- und Niederburg).
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